Stand: September 2026 · Version 1.1
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Online-Software „terminwunder“ (nachfolgend „Software“) zwischen der Digitalagentur Gruppe Digital, Inhaber Berke Mersin, Kaiser-Joseph-Str. 254, 79098 Freiburg im Breisgau (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden.
- Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, die Software für seine gewerbliche oder selbstständige berufliche Tätigkeit zu nutzen. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen; ein Widerrufsrecht besteht daher nicht.
- Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Leistungen
- Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als Software-as-a-Service über das Internet zur Verfügung. Sie umfasst insbesondere eine Online-Buchungsseite, Kalender- und Mitarbeiterverwaltung, automatische E-Mail-Benachrichtigungen, eine Kundenkartei, ein Bewertungssystem sowie Auswertungen. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem gewählten Paket gemäß der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
- Der Anbieter entwickelt die Software laufend weiter. Er darf Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, soweit der vertraglich vereinbarte Kern der Leistung erhalten bleibt und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.
- Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit der Software von 98,5 % im Jahresmittel. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster, die nach Möglichkeit außerhalb üblicher Geschäftszeiten liegen, sowie Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. höhere Gewalt, Störungen des Internets außerhalb seines Einflussbereichs).
- Der Versand von E-Mails erfolgt nach bestem Bemühen; eine Zustellung beim Empfänger kann der Anbieter nicht garantieren.
§ 3 Registrierung, Testphase und Vertragsschluss
- Die Darstellung der Software auf der Website ist kein bindendes Angebot. Mit Abschluss der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab, das der Anbieter durch Freischaltung des Zugangs annimmt.
- Neue Kunden können die Software 30 Tage kostenlos testen. Die Testphase endet automatisch; es entstehen keine Kosten und es verlängert sich nichts, solange der Kunde nicht aktiv ein kostenpflichtiges Paket bucht.
- Vor der ersten Nutzung schließt der Kunde den Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach § 8 elektronisch ab.
- Der kostenpflichtige Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde in der Software ein Paket und eine Zahlweise wählt und die Zahlung über den Zahlungsdienstleister abschließt.
- Der Kunde hat bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.
§ 4 Preise und Zahlung
- Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website bzw. in der Software angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %).
- Der Kunde wählt zwischen monatlicher und jährlicher Zahlweise. Bei jährlicher Zahlweise gewährt der Anbieter einen Rabatt auf den Monatspreis, dessen Höhe auf der Website ausgewiesen ist.
- Die Vergütung ist für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (Monat bzw. Jahr) im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt ausschließlich über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.) per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder einer anderen dort angebotenen Zahlungsart. Der Betrag wird zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums automatisch eingezogen. Rechnungen werden elektronisch per E-Mail übermittelt und sind im Kundenportal abrufbar.
- Bei Zahlung per SEPA-Lastschrift erteilt der Kunde ein SEPA-Lastschriftmandat. Kosten, die durch eine vom Kunden zu vertretende Rücklastschrift oder Zahlungsablehnung entstehen, trägt der Kunde.
- Zusatzleistungen wie „Premium Partner“ oder Marketing-Leistungen (z. B. Website-Erstellung) werden zu den jeweils angegebenen Preisen gesondert berechnet.
- Schlägt eine Zahlung fehl, versucht der Zahlungsdienstleister den Einzug automatisch erneut. Bleibt die Zahlung trotz Hinweis aus, darf der Anbieter den Zugang sowie die Buchungsseite bis zum Ausgleich sperren. Die Zahlungspflicht bleibt bestehen.
- Der Anbieter kann die Preise mit Wirkung für die nächste Verlängerungslaufzeit anpassen. Er kündigt dies mindestens sechs Wochen vorher in Textform an. Der Kunde kann in diesem Fall zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung außerordentlich kündigen; der Anbieter weist in der Ankündigung darauf hin.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
- Monatliche Zahlweise: Die Grundlaufzeit beträgt einen Monat. Der Vertrag verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat.
- Jährliche Zahlweise: Die Grundlaufzeit beträgt zwölf Monate. Der Vertrag verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate.
- Beide Parteien können den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende der Grund- oder Verlängerungslaufzeit kündigen.
- Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail). Der Kunde kann außerdem direkt in der Software unter „Konto → Vertrag kündigen“ kündigen; er erhält eine Bestätigung mit dem Datum des Vertragsendes per E-Mail.
- Ein Wechsel der Zahlweise oder des Pakets ist auf Anfrage möglich. Ein Wechsel von jährlicher zu monatlicher Zahlweise wird zum Ende der laufenden Jahreslaufzeit wirksam.
- Zusatzleistungen haben, soweit nichts anderes vereinbart ist, dieselbe Laufzeit und Kündigungsfrist wie das gebuchte Paket.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde mit zwei Monatsbeiträgen in Verzug ist oder die Software trotz Abmahnung rechtswidrig nutzt.
§ 6 Pflichten des Kunden
- Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn Dritte davon Kenntnis erlangt haben könnten.
- Der Kunde ist für alle Inhalte verantwortlich, die er über die Software veröffentlicht, insbesondere Texte, Fotos, Preise und Angaben auf seiner Buchungsseite. Er stellt sicher, dass diese Inhalte keine Rechte Dritter verletzen und nicht gegen geltendes Recht verstoßen.
- Der Kunde ist verpflichtet, auf seiner Buchungsseite ein vollständiges Impressum anzugeben, soweit er gesetzlich dazu verpflichtet ist. Die Software stellt dafür eine Eingabemöglichkeit bereit.
- Der Kunde ist gegenüber seinen eigenen Kunden (Endkunden) für die Einhaltung des Datenschutzes verantwortlich, insbesondere für Informationspflichten und die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung.
- Der Kunde darf die Software nicht missbräuchlich nutzen, insbesondere keine Bewertungen fälschen, keine unerwünschte Werbung versenden und die Software nicht in einer Weise belasten, die ihre Verfügbarkeit gefährdet.
§ 7 Inhalte, Bewertungen und Meldungen
- Der Kunde räumt dem Anbieter die für den Betrieb der Software erforderlichen, nicht ausschließlichen Rechte an seinen Inhalten ein, beschränkt auf die Dauer des Vertrags.
- Bewertungen können nur Endkunden nach einem stattgefundenen Termin abgeben. Der Anbieter darf Bewertungen, die gegen Gesetze oder diese AGB verstoßen, nach Prüfung ausblenden oder löschen.
- Erhält der Anbieter Hinweise auf rechtswidrige Inhalte oder Missbrauch (z. B. über die Funktion „Anbieter melden“), darf er betroffene Inhalte oder die Buchungsseite vorübergehend sperren, bis der Sachverhalt geklärt ist. Er informiert den Kunden darüber.
§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
- Soweit der Anbieter personenbezogene Daten der Endkunden im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Der Kunde schließt den AVV vor der ersten Nutzung elektronisch in der Software ab und erhält eine Ausfertigung als PDF; er ist außerdem unter /avv abrufbar.
- Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 9 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlte Vergütung.
- Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Buchungen und mittelbare Schäden.
- Die verschuldensunabhängige Haftung für bereits bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
- Der Kunde ist für eine regelmäßige Sicherung seiner Daten, etwa über die Exportfunktion, selbst verantwortlich, soweit dies für ihn von Bedeutung ist.
§ 10 Vertragsende, Datenexport und Löschung
- Bis zum Vertragsende kann der Kunde seine Kundendaten über die Exportfunktion (CSV) herunterladen.
- Mit Vertragsende wird die Buchungsseite offline genommen. Der Anbieter löscht die Daten des Kunden spätestens 30 Tage nach Vertragsende, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 11 Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus sachlichem Grund (z. B. Gesetzesänderung, neue Funktionen) erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt und in der Software zur Bestätigung angezeigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin. Im Fall eines Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Inkrafttreten der Änderung kündigen.
§ 12 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Freiburg im Breisgau.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.